Die Filtration von Abluft und Zuluft ist ein zentraler Bestandteil der Dampfsterilisation, um Keimemissionen zu verhindern und die Sterilität des Sterilisierguts sicherzustellen.
Die Bedeutung der Luftfiltration bei der Dampfsterilisation
Neben wichtigen Parametern wie der Luftentfernung, der Einwirkzeit, der Sterilisationstemperatur und dem kontrollierten Abkühlprozess spielt auch die Qualität der Luft eine entscheidende Rolle für den Erfolg der Sterilisation. Dabei ist sowohl die Unbedenklichkeit der aus der Sterilisierkammer austretenden Luft als auch die Sterilität der zugeleiteten Luft von großer Bedeutung.
Abluftfiltration zur Vermeidung von Keimemissionen
Während der Evakuierungsphase, also bevor die eigentliche Sterilisation beginnt, besteht die Gefahr, dass Keime über Aerosole zusammen mit der Abluft aus der Kammer entweichen. Um dies zu verhindern, wird die Abluft durch ein spezielles Filtersystem geleitet. Dieses Filtersystem sorgt dafür, dass Mikroorganismen zurückgehalten werden und nicht in die Umgebung gelangen.
Das dabei anfallende Kondensat wird in die Sterilisierkammer zurückgeführt und gemeinsam mit dem Filtersystem in jeder Charge sterilisiert. Dadurch wird sichergestellt, dass keine kontaminierenden Stoffe freigesetzt werden. Diese Abluftfiltration ist besonders wichtig bei der Verarbeitung potenziell pathogener Arbeitsstoffe, gentechnisch veränderter Materialien oder hochinfektiöser Keime, um eine sichere und emissionsfreie Sterilisation zu gewährleisten.
Sterilluftfiltration der Zuluft zur Vermeidung von Rekontamination
Auch bei der Zuluft, die nach der Sterilisation wieder in die Kammer gelangt, ist eine wirksame Filtration erforderlich. Ziel ist es, zu verhindern, dass das bereits sterile Gut bei der Belüftung erneut mit Keimen belastet wird. Dies ist besonders wichtig bei Verfahren, die mit Stützdruck arbeiten, sowie bei Prozessen mit Vakuumphasen nach der Sterilisation.
Die Sterilluftfiltration gewährleistet, dass nur keimfreie Luft in die Sterilisierkammer strömt und somit die Sterilität des Sterilisierguts während der Abkühl- und Trocknungsphase erhalten bleibt. Damit trägt sie maßgeblich zur Gesamtqualität und Sicherheit des Sterilisationsprozesses bei.
Zusammenfassung
- Die Abluftfiltration verhindert die Freisetzung von Keimen über Aerosole in der Evakuierungsphase
- Kondensat aus der Abluft wird zurückgeführt und zusammen mit dem Filtersystem sterilisiert
- Besonderer Schutz ist bei pathogenen Stoffen, gentechnisch veränderten Materialien und hochinfektiösen Keimen erforderlich
- Sterilluftfiltration der Zuluft schützt vor Rekontamination des sterilen Guts während der Belüftung
- Essentiell bei Verfahren mit Stützdruck und Vakuumphasen zur Sicherstellung der Sterilität
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